Bei der Frühjahrsweiterbildung 2023 greift der BHV erneut ein wichtiges und aktuelles Thema auf: “Auslandshunde/ Auslandstierschutz". Mit Beginn der großen Anschaffungswelle 2020-2022 hat sich die Zahl der Auslandshunde vervielfacht und diese landen nicht selten als sogenannte Problemhunde in den Hundeschulen.

Am ersten Tag ging Referentin Mag. A Ursula Aigner aus Österreich auf die veränderte Vermittlungspraxis ein, in der Hunde aus unterschiedlichsten Lebensrealitäten über diverse Ländergrenzen hinweg in mehr oder minder städtisches Umfeld adoptiert werden. Was ist, wenn dies nicht funktioniert? Wenn die Anforderung an den Hund seine Anpassungsfähigkeit überfordert, ist das Leid auf beiden Seiten der Leine groß: chronische Stressbelastung, Angst-, Panik-, Aggressionsprobleme, gesundheitliche Auswirkungen, etc. Welche Faktoren für Gelingen oder Misslingen ausschlaggebend sein können, werden im Seminar erläutert.

Am zweiten Tag referierte Tierärztin Stephanie Grath aus Heidenheim über das Training im Auslandstierschutz, sie zeigt Fallbeispiele, stellt einen Leitfaden für Vorkontrollen der Pflege/ Adoptantenstellen vor und spricht über Tierschutzhunde im Allgemeinen und ihre Eigenheiten. Sie hat selber immer wieder Pflegehunde aus dem Tierschutz, besucht Tierschutzorganisationen im Ausland für Coachings der Vermittlungs-, Haltungs- und Trainingsoptimierung. In Deutschland ist sie auf Anfrage ehrenamtlich für Vor- und Nachkontrollen verschiedener Tierschutzvereine unterwegs.